Glasschiebetür Stuttgart – dezentes Raster auf klarem Glas
Bei Stuttgart bleibt die Scheibe überwiegend klar. Ein senkrechtes Band aus kleinen satinierten Quadraten zieht sich über die Höhe und gibt der Tür Struktur, ohne den Durchblick nennenswert einzuschränken. Es ist damit die transparenteste der Dekorvarianten und liegt zwischen einer reinen Klarglastür und den stärker abschirmenden Motiven.
Das Quadratband wirkt aus der Entfernung wie eine feine Linie und erst von nahem als Raster. Für Räume, in denen eine völlig klare Tür zu unauffällig wäre – Stichwort Anlaufgefahr –, ist das ein praktischer Nebeneffekt: Die Tür wird sichtbar, ohne den Raum zu teilen.
Geliefert wird das komplette Set aus 8 mm Einscheibensicherheitsglas, 2000 mm Aluminium-Laufschiene, Laufwagen, Klemmbacken, Bodenführung, Griffen nach Wahl, Montagezubehör und Anleitung.
Für offene Küchen und helle Räume
Der häufigste Anwendungsfall ist die offene Küche. Man möchte den Kochbereich abtrennen können, aber nicht abschotten – und man möchte, dass Licht aus dem Küchenfenster weiter in den Wohnbereich fällt. Stuttgart liefert genau diesen Kompromiss.
In Arbeitsbereichen innerhalb eines Wohnraums gilt das Gleiche. Die Tür markiert eine Grenze, ohne die Ecke dunkel zu machen. Weil das Raster senkrecht verläuft, betont es die Höhe und lässt niedrige Durchgänge größer wirken.
Nicht geeignet ist die Variante für Bad, Gäste-WC und Schlafzimmer. Dort ist der klare Anteil viel zu groß. Wer Sichtschutz braucht, geht zu Frankfurt mit umgekehrtem Verhältnis oder zur satinierten Tür.
Die Angaben zur Durchgangsbreite beziehen sich auf die lichte Öffnung zwischen Laibung oder Zarge.
Die richtige Größe finden
Zehn Standardformate
- 400 × 2050 mm – für eine lichte Öffnung von ca. 300–360 mm Breite und 2000 mm Höhe
- 650 × 2050 mm – für ca. 550–610 mm × 2000 mm
- 775 × 2050 mm – für ca. 675–735 mm × 2000 mm
- 900 × 2050 mm – für ca. 800–860 mm × 2000 mm
- 1025 × 2050 mm – für ca. 925–985 mm × 2000 mm
- 400 × 2175 mm – für ca. 300–360 mm × 2125 mm
- 650 × 2175 mm – für ca. 550–610 mm × 2125 mm
- 775 × 2175 mm – für ca. 675–735 mm × 2125 mm
- 900 × 2175 mm – für ca. 800–860 mm × 2125 mm
- 1025 × 2175 mm – für ca. 925–985 mm × 2125 mm
Aufmaß in drei Schritten
Erstens: lichte Breite unten, mittig und oben messen, den kleinsten Wert notieren – gerade in Altbauten weichen die Werte gut und gern um einen Zentimeter ab. Zweitens: lichte Höhe prüfen, sie entscheidet zwischen 2050 und 2175 mm Türblatthöhe. Drittens: nachsehen, ob über der Öffnung genug Wand für die Schiene frei ist und daneben genug Fläche, um die Tür ganz aufzuschieben. Dass das Türblatt breiter ist als die Öffnung, ist Absicht: Es überlappt und schließt so ohne Sichtspalt.
Zwischen zwei Größen?
Dann ist das Standardmaß die falsche Baureihe. Für frei wählbare Breiten und Höhen gibt es die Slimline Glasschiebetür im Sondermaß. Weil solche Türen für dich gefertigt werden, sind sie vom Widerrufsrecht ausgenommen.
Das Slimline-Beschlagsystem
Getragen wird die Tür von einer 2000 mm langen Aluminium-Laufschiene, die über der Öffnung auf die Wand geschraubt wird. Eine Abdeckblende legt sich davor, sodass von Schrauben und Laufwagen nichts zu sehen ist – übrig bleibt eine ruhige waagerechte Linie. Zwei Stirnkappen schließen das Profil ab. Geprüft ist das System nach DIN EN 1527, die für Beschläge an Schiebe- und Falttüren gilt.
Am Glas greifen zwei Klemmbacken, an denen die Laufwagen mit ihren Rollen und dem Endanschlag hängen. Damit das Blatt beim Schieben nicht ausschwingt, läuft es unten in einer Bodenführung mit Filzeinlagen. Beides ist im Lieferumfang enthalten. Falls die Filzeinlagen nach Jahren verschlissen sind, bekommst du die Bodenführung auch einzeln.
Systemfarbe
- Aluminium eloxiert – der neutrale Klassiker, passt zu nahezu jeder Zarge
- Edelstahl ähnlich / Niro ähnlich eloxiert – etwas wärmerer, kräftigerer Metallton
- Anthrazit schwarz eloxiert – setzt die Schiene bewusst als Linie in Szene
Die Farbe betrifft Schiene, Blende und Stirnkappen – nicht die Griffe. Die bestellst du getrennt, was den Vorteil hat, dass du Ton in Ton bleiben oder einen bewussten Kontrast setzen kannst.
Wandabstand 15 oder 25 mm
- 15 mm (Standard)
- 25 mm – inklusive Unterfütterungsprofil und Stirnabdeckungen*
* Sitzen Türzargen oder Sockelleisten im Weg, schafft das 10-mm-Unterfütterungsprofil die nötige Freigängigkeit.
Mit 15 mm läuft die Tür sehr dicht an der Wand, was bei glatt verputzten Flächen die schönste Lösung ist. Sobald eine Zarge vorsteht oder eine hohe Sockelleiste im Weg ist, brauchst du die 25-mm-Variante mit Unterfütterungsprofil. Nachrüsten ist möglich, sauberer ist die Entscheidung vorab.
Grifftechnik und Schließmöglichkeiten
- Muschelgriff – eingelassene Griffmuschel, beidseitig
- Muschelgriff, wandseitig flach*
- Muschelgriff offen*
- Stangengriff – klassischer Bügel, beidseitig
- Stangengriff, wandseitig flach*
- Flachgriff, beidseitig*
- Architektengriff*
- Profilzylinder-Schloss, vorbereitet**
- WC-/Sanitär-Schloss**
* Bei Türbreiten bis 900 mm lässt sich die Tür mit wandseitig flacher Grifftechnik unter Umständen ganz aus dem Durchgang schieben.
** Bei Türbreiten bis 900 mm ist das in der Ausführung Wandabstand 25 mm inklusive Unterfütterung möglich. Andernfalls verringert sich die Durchgangsbreite um rund 120 mm.
Die Griffwahl ist keine reine Geschmacksfrage. Ein Stangengriff liegt satt in der Hand und ist die naheliegende Wahl für Durchgänge, die täglich mehrfach benutzt werden. Wandseitig flache Ausführungen kosten dagegen kaum Tiefe, sodass die Tür weiter an die Wand rückt. Wo abgeschlossen werden muss, kommt das WC-Schloss oder ein Profilzylinder-Schloss ins Spiel.
Lohnt sich SoftClose?
- ohne SoftClose-Dämpfer (Standard)
- mit SoftClose-Dämpfer – 2 Automatik-Dämpfer und Mitnehmer
Zwei Dämpfer in der Schiene fangen das Türblatt kurz vor der Endstellung ab und ziehen es kontrolliert weiter – links wie rechts. Wer schon einmal erlebt hat, wie 40 kg Glas mit Schwung an den Anschlag laufen, kennt den Unterschied. Bei kleinen Blättern von 400 oder 650 mm Breite ist es Komfort, ab 900 mm eher eine Frage der Materialschonung. Später ergänzen lässt sich die Funktion mit dem SoftClose-Kit, das auf alle Slimline-Schienen ab 2019 passt.
Einbau und Vorbereitung
Alles Gewicht hängt an der Schiene, deshalb steht am Anfang die Frage nach dem Untergrund. Rechnerisch sind es rund 20 kg pro Quadratmeter Glas – beim Format 775 × 2050 mm also etwa 32 kg, beim größten Blatt rund 45 kg. In Mauerwerk, Beton und Porenbeton ist das mit den beigelegten Markendübeln kein Thema. In einer Ständerwand muss auf Höhe der Schiene ein Holz oder eine Traverse liegen; in bloßen Gipskarton darf die Schiene nicht geschraubt werden.
Werkzeugseitig genügen Bohrmaschine, Zollstock, eine lange Wasserwaage – besser ein Laser – und eine zweite Person zum Einhängen des Glases. Plane zwei bis drei Stunden ein. Der wichtigste Punkt beim Ausrichten: Die Schiene muss exakt waagerecht liegen, sonst wandert die Tür von allein. Links- oder rechtslaufend entscheidest du erst vor Ort. Die bebilderte Montageanleitung Slimline führt Schritt für Schritt durch den Einbau.
Klares Glas mit Rasterband putzen
Weil bei Stuttgart der klare Anteil dominiert, entscheidet die Schlierenfreiheit über das Ergebnis. Sprühe den Reiniger auf das Tuch, nicht auf die Scheibe, wische in einer Richtung und ziehe unmittelbar mit einem trockenen Mikrofasertuch nach. Bei direkter Sonne auf der Tür trocknet der Reiniger zu schnell an – dann lieber zu einer anderen Tageszeit putzen. Das satinierte Quadratband nimmst du im gleichen Durchgang mit, allerdings ohne Politur oder ölhaltige Mittel, die dort einen Film hinterlassen. Scheuermilch und Klingenschaber sind ausgeschlossen, sie polieren die matten Quadrate an. Kalkränder vom Wischwasser löst ein Schuss Essig im Wasser.
Lieferumfang
- Glasschiebetür aus 8 mm Einscheibensicherheitsglas
- Aluminium-Laufschiene 2000 mm, Abdeckblende und Stirnabdeckungen
- 1 Stück Unterfütterungsprofil 10 mm, 2000 mm (optional)
- 1 Paar Klemmbacken
- 1 Paar Laufwagen inklusive Türstopper
- 1 Paar SoftClose-Dämpfer (optional)
- 1 Paar Griffe in der gewählten Ausführung
- Bodenführung
- Montagezubehör mit Markendübeln und -schrauben
- Montageanleitung
Mehr oder weniger Sichtschutz?
Wenn Stuttgart zu offen ist, dreht Frankfurt das Verhältnis um: satinierte Fläche mit klaren Quadraten. Hamburg legt satinierte Querstreifen auf Augenhöhe, Wolfsburg arbeitet mit einem geschlossenen Sichtschutzfeld. Noch reduzierter als Stuttgart ist Köln mit einem einzigen satinierten Band, und ganz ohne Motiv gibt es die Klarglastür.
Für Öffnungen über etwa einem Meter Breite sind zweiflügelige Glasschiebetüren die richtige Bauform. Wer nur Schiene und Beschlag braucht, nimmt das Slimline Laufschienen-Set.
Häufige Fragen zur Glasschiebetür Stuttgart
Sind die Quadrate satiniert?
Ja, die Quadrate sind satiniert und die restliche Fläche ist klar. Das ist genau umgekehrt zu Frankfurt.
Verläuft das Raster senkrecht oder waagerecht?
Senkrecht. Das Band zieht sich über die Türhöhe und betont dadurch die vertikale Wirkung.
Bietet Stuttgart Sichtschutz?
Nur punktuell. Die Tür ist als transparente Lösung gedacht. Für echten Sichtschutz sind die satinierten Varianten zuständig.
Ist die Tür in offenen Räumen gut sichtbar?
Besser als eine reine Klarglastür, weil das Rasterband auffällt. Trotzdem lohnt in sehr offenen Bereichen ein Blick auf die Griffposition als zusätzliche Markierung.
Passt das Dekor zu einer modernen Küche?
Ja. Rechte Winkel und ein feines Raster harmonieren mit geraden Fronten und rechteckigen Fliesenformaten.
Wie schwer ist das Türblatt?
Rund 20 kg pro Quadratmeter, also etwa 16 kg beim kleinsten und rund 45 kg beim größten Format.
Kann ich SoftClose später ergänzen?
Ja, mit dem SoftClose-Kit, das auf alle Slimline-Schienen ab Baujahr 2019 passt.
Wie lange dauert die Lieferung?
Bei Standardmaßen üblicherweise drei bis acht Arbeitstage, innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.








































