Endanschlag für Levidor Slimline Glasschiebetüren
Der Endanschlag begrenzt, wie weit der Laufwagen in der Schiene fahren kann. Er sitzt an beiden Schienenenden und sorgt dafür, dass die Tür nicht über die vorgesehene Position hinausläuft – und im Extremfall nicht aus der Schiene fährt. Mit 5,90 € ist er das günstigste Bauteil des Systems und gleichzeitig eines der wichtigsten.
Als Einzelteil wird der Anschlag gebraucht, wenn er beim Umzug verlorenging, beim Nachrüsten von SoftClose versetzt werden muss oder wenn nach Jahren die Klemmwirkung nachlässt und er sich in der Schiene verschiebt. Je Türflügel gehören zwei Anschläge in die Schiene, einer für jede Endlage.
Was der Anschlag verhindert
Die naheliegende Funktion ist der Schutz vor dem Herausfahren. Ohne Anschlag könnte der Laufwagen am Schienenende austreten, und das Türblatt würde fallen – bei 30 bis 45 Kilogramm Glas ein Szenario, das man nicht erleben will.
Die zweite Funktion ist im Alltag wichtiger: Der Anschlag legt fest, wo die Tür stehen bleibt. Damit stellst du ein, wie weit die Öffnung freigegeben wird und wie weit die Tür in der geschlossenen Position überdeckt. Weil er sich in der Nut verschieben lässt, ist das nachträglich jederzeit korrigierbar. Wer feststellt, dass die geschlossene Tür einen Spalt lässt oder zu weit übersteht, verschiebt einfach den Anschlag statt die ganze Schiene neu zu setzen.
Wie das Levidor Slimline System aufgebaut ist
Eine Glasschiebetür besteht aus mehr Teilen, als man von außen sieht. Oben trägt die Laufschiene das ganze Gewicht, in ihr laufen zwei Laufwagen, an denen das Türblatt über Klemmbacken hängt. Unten hält eine Bodenführung das Blatt in der Spur, an den Enden begrenzen Endanschläge den Weg, und die Stirnabdeckungen verschließen die offenen Schienenenden. Wer SoftClose bestellt hat, findet zusätzlich Dämpfer in der Schiene und Mitnehmer an den Laufwagen.
| Bauteil | Funktion | Anzahl je Tür |
|---|---|---|
| Laufwagen | trägt das Türblatt und rollt in der Schiene | 2 |
| Klemmbacke | hält das Glas am Laufwagen | 2 |
| Bodenführung | hält die Tür unten in der Spur | 1 |
| Endanschlag | begrenzt den Laufweg in der Schiene | 2 |
| Stirnabdeckungen Standard | verschließt die Schienenenden bei 15 mm Wandabstand | 1 Set |
| Stirnabdeckungen breit | verschließt die Schienenenden bei 25 mm Wandabstand | 1 Set |
| Unterfütterungsprofil | vergrößert den Wandabstand von 15 auf 25 mm | 1 |
| SoftClose-Kit | bremst und zieht die Tür in die Endlage | 1 Set |
| SoftClose-Mitnehmer | koppelt den Laufwagen an den Dämpfer | 2 |
Ersatzteil oder Nachrüstung?
Es gibt zwei Gründe, ein einzelnes Systemteil zu bestellen. Der eine ist Verschleiß oder Beschädigung: Ein Rollenlager läuft nach Jahren nicht mehr rund, eine Abdeckung ist beim Umzug abgebrochen, eine Bodenführung wurde beim Bodenwechsel zerstört. In diesen Fällen tauschst du gezielt das defekte Teil und lässt den Rest der Anlage stehen.
Der andere Grund ist Nachrüsten. SoftClose, ein größerer Wandabstand oder ein zusätzlicher Endanschlag lassen sich auch später ergänzen, solange das Grundsystem passt. Das ist deutlich günstiger, als eine komplette Anlage zu tauschen, und in den meisten Fällen an einem Nachmittag erledigt. Beides funktioniert allerdings nur, wenn die Teile zur vorhandenen Schiene gehören – deshalb lohnt sich vorab ein prüfender Blick.
Einbau und Einstellung
Der Anschlag wird in die Nut der Laufschiene eingeschoben und an der gewünschten Stelle festgesetzt. Zum Einschieben muss in der Regel eine Stirnabdeckung abgenommen werden. Anschließend fährst du die Tür einmal von Hand in beide Endlagen und prüfst, ob die Positionen stimmen.
Wenn SoftClose verbaut ist, muss der Anschlag hinter dem Dämpfer sitzen, damit der Mitnehmer den Dämpfer sauber greifen kann, bevor die Tür anschlägt. Steht der Anschlag zu früh, läuft die Tür in den Stopper statt in die Dämpfung – der SoftClose-Effekt bleibt dann aus, obwohl technisch alles verbaut ist. Das ist die häufigste Ursache dafür, dass eine nachgerüstete Dämpfung nicht zu funktionieren scheint.
Wartung: was eine Schiebetür braucht und was nicht
Ein Slimline-Laufwerk ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Zweimal im Jahr lohnt sich ein kurzer Durchgang: Schiene aussaugen oder mit einem trockenen Tuch auswischen, damit sich in der Nut kein Staub-Fett-Gemisch sammelt, und den Sitz der Klemmbacken prüfen. Beide Schrauben sollten fest sitzen, aber nicht überdreht sein.
Wichtig ist, was nicht in die Schiene gehört: Öl, Fett und Kriechöl. Diese Mittel binden Staub, verharzen mit der Zeit und machen den Lauf genau dann schwer, wenn man das Gegenteil erreichen wollte. Die Rollen der Laufwagen sind gekapselt und brauchen keine Schmierung. Läuft die Tür schwer, liegt es fast immer an Schmutz in der Nut, an einem verstellten Laufwagen oder an einer Bodenführung, die nicht mehr sauber sitzt – nicht an fehlendem Schmierstoff.
Wird die Tür lauter oder rumpelt sie beim Laufen, ist meist ein Rollenlager am Ende. Das lässt sich am einfachsten prüfen, indem du das Blatt aushängst und den Laufwagen von Hand in der Schiene bewegst. Fühlt er sich rau an oder hakt er, ist ein Austausch fällig.
Kompatibilität prüfen, bevor du bestellst
Alle hier angebotenen Bauteile gehören zum Levidor Slimline System, wie es seit Mai 2019 ausgeliefert wird. Bei Schienen anderer Hersteller stimmen Profilquerschnitt, Nutbreite und Bohrbilder in aller Regel nicht überein – Laufwagen und Dämpfer lassen sich dann schlicht nicht einschieben.
Am schnellsten kommst du zur Gewissheit, wenn du die Stirnabdeckung an einem Schienenende abnimmst und den Profilquerschnitt fotografierst. Zusammen mit der Angabe, ob die Tür mit 15 oder 25 mm Wandabstand läuft und ob SoftClose verbaut ist, lässt sich daraus fast immer eindeutig bestimmen, welches Teil passt. Wenn du noch die Rechnung oder Artikelnummer der ursprünglichen Anlage hast, geht es noch schneller.
Was sich am Glas noch ändern lässt – und was nicht
Alle Teile, die in der Schiene oder am Boden sitzen, lassen sich jederzeit tauschen. Beim Türblatt selbst ist die Lage anders: Einscheibensicherheitsglas ist vorgespannt, jede nachträgliche Bohrung lässt die Scheibe in tausende Krümel zerfallen. Bohrungen für Griffe, Schlösser und Klemmbacken müssen deshalb bereits vorhanden sein.
Praktisch heißt das: Laufwerk, Dämpfer, Anschläge, Abdeckungen und Wandabstand kannst du auch Jahre später noch ändern. Grifftyp und Schloss dagegen nur im Rahmen der Bohrungen, die im Blatt sitzen. Wer plant, später einmal aufzurüsten, sollte die Bohrungen beim Kauf der Tür gleich mitbestellen.
Lieferung und Zahlung
Der Versand erfolgt als Paket innerhalb Deutschlands. Bezahlen kannst du per PayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung, Vorkasse oder Rechnung. Bei Fragen zur Auswahl hilft unser Team weiter – am besten mit Fotos der vorhandenen Schiene und der Angabe, welches System verbaut ist.
Häufige Fragen
Wie viele Endanschläge brauche ich?
Zwei je Türflügel, einen für jede Endlage. Bei einer zweiflügeligen Anlage entsprechend vier.
Lässt sich die Position später ändern?
Ja. Der Anschlag wird in der Nut nur geklemmt und lässt sich lösen und verschieben. Damit kannst du den Laufweg jederzeit nachjustieren.
Mein SoftClose greift nicht – kann das am Anschlag liegen?
Sehr wahrscheinlich. Sitzt der Anschlag zu weit innen, stoppt die Tür bevor der Mitnehmer den Dämpfer erreicht. Verschieb den Anschlag ein Stück nach außen und prüfe erneut.
Passt das Teil zu meinem Schiebetürsystem?
Alle Komponenten sind auf das Levidor Slimline System abgestimmt, wie es seit Mai 2019 geliefert wird. Bei Systemen anderer Hersteller stimmen Profilmaße und Bohrbilder in der Regel nicht überein. Ein Foto des Schienenquerschnitts genügt uns meist für eine verlässliche Auskunft.
Kann ich einzelne Teile nachrüsten oder tauschen?
Ja, das ist der Sinn dieser Ersatzteile. Laufwagen, Bodenführung, Anschläge, Abdeckungen und die SoftClose-Komponenten lassen sich einzeln beschaffen und wechseln, ohne die komplette Anlage zu ersetzen.
Brauche ich Spezialwerkzeug?
In aller Regel nicht. Ein Inbusschlüsselsatz, ein Schraubendreher und eine Wasserwaage reichen für die meisten Arbeiten. Nur beim Aushängen des Türblatts solltest du zu zweit sein, weil das Glas je nach Größe 16 bis 45 kg wiegt.
Wie hänge ich das Türblatt aus?
Zuerst den Endanschlag lösen, dann die Tür bis zum Schienenende schieben und die Klemmbacken vom Laufwagen trennen. Das Blatt wird dabei von einer zweiten Person gehalten. Vorher unbedingt eine weiche Unterlage bereitlegen, auf der die Scheibe abgestellt werden kann.
Bekomme ich eine Montageanleitung?
Den Teilen liegt die jeweilige Anleitung bei. Wenn zu einem konkreten Schritt etwas unklar ist, meld dich gern – in den meisten Fällen lässt sich das mit einem Foto der Situation schnell klären.
Lässt sich am Türblatt nachträglich bohren?
Nein. Einscheibensicherheitsglas ist vorgespannt und zerfällt bei jedem Bohrversuch. Bohrungen für Griffe, Schlösser und Beschläge müssen vor der Fertigung des Glases feststehen.
















