Klarglas 6 mm nach Maß: der leichte Zuschnitt für Rückwände und Einlagen
Sechs Millimeter sind die dünnste Stärke in diesem Zuschnitt und mit rund 15 kg pro Quadratmeter auch die leichteste. Das macht die Platte überall dort interessant, wo sie nicht frei tragen muss, sondern flächig auf einem Untergrund liegt oder an einer Wand sitzt: als Küchenrückwand hinter dem Herd, als Spritzschutz am Waschtisch, als Einlage in einem Möbelstück oder als Abdeckung einer Kommode.
Klarglas bleibt dabei vollständig durchsichtig. Was darunter liegt, bleibt sichtbar – eine Holzmaserung, eine gefliste Wand, ein bedrucktes Papier unter der Schreibtischplatte. Wer das nicht will, greift zur satinierten Ausführung. Bestellt wird millimetergenau zwischen 300 × 300 und 1500 × 3000 mm, die Kanten sind rundum poliert.
Was 6 mm tragen und was besser nicht
Sechs Millimeter ESG sind stabil, solange die Platte vollflächig aufliegt oder nur kurze Strecken überbrückt. Als Küchenrückwand, die vollständig an der Wand klebt oder verschraubt ist, gibt es keinerlei Einschränkung. Als Regalboden funktioniert die Stärke bei kurzen Feldern bis etwa 60 cm zwischen den Auflagern, wenn keine schweren Lasten daraufkommen.
Was 6 mm nicht sind: eine Tischplatte, auf der Menschen sich abstützen. Eine frei gespannte Fläche von einem Meter oder mehr federt spürbar, und punktuelle Stöße auf die Kante werden dann gefährlich. Für Tische, Sideboard-Abdeckungen und alles, wo man sich anlehnt, nimmst du 8 mm oder 10 mm.
Klarglas: der Untergrund bleibt sichtbar
Klarglas ist Floatglas ohne Tönung und ohne Mattierung. Es verändert die Farbe dessen, was darunter liegt, kaum – nur an den Kanten zeigt sich der leicht grünliche Grundton, den jedes Floatglas durch seinen Eisenoxidgehalt hat. Bei 6 mm ist dieser Effekt am schwächsten von allen drei Stärken und fällt praktisch nur auf, wenn man die Kante von der Seite betrachtet.
Für Küchenrückwände heißt das: Die Fliesen oder die Wandfarbe dahinter bleiben Teil der Gestaltung, das Glas legt nur eine abwischbare Schicht darüber. Wer stattdessen eine ruhige, geschlossene Fläche will, ist mit Satiniert 6 mm besser bedient, wer es getönt mag, mit Parsol Grau 6 mm.
Wofür Glasplatten nach Maß typischerweise verwendet werden
- Küchenrückwand – als fugenlose Fläche hinter Herd und Arbeitsplatte, leicht zu reinigen und hitzebeständiger als Fliesenfugen es je wären.
- Tischplatte – auf einem vorhandenen Gestell, als Schutzschicht über einer Holzplatte oder als eigenständige Fläche.
- Möbelabdeckung – auf Sideboards, Kommoden und Anrichten, wo Wasserränder und Kratzer sonst ins Furnier gehen.
- Regalboden – in Vitrinen, Bücherregalen und Badmöbeln, wo eine dünne, unauffällige Ebene gefragt ist.
- Duschrückwand und Spritzschutz – als geschlossene Fläche ohne Fugen, die kein Wasser aufnimmt.
- Nischenverkleidung und Wandpaneel – überall dort, wo eine abwischbare, unempfindliche Oberfläche gebraucht wird.
Die Fertigung ist bei allen Anwendungen dieselbe, unterschiedlich sind nur Stärke und Glasart. Deshalb lohnt es sich, vor der Bestellung kurz zu überlegen, ob die Platte tragen muss oder nur liegt – daran hängt die Entscheidung für 6, 8 oder 10 mm.
So kommst du zu deinem Zuschnitt
Du trägst Breite und Länge in Millimetern ein, der Preis aktualisiert sich sofort über dem Warenkorb-Button. Ein Angebotsverfahren gibt es nicht, du siehst den Endpreis bevor du bestellst. Ins Feld Kommission kannst du eine eigene Bezeichnung schreiben – hilfreich, wenn du mehrere Platten für verschiedene Räume bestellst und sie später zuordnen willst.
- Öffnung ausmessen – an mindestens drei Stellen, weil Wände und Möbelkorpusse selten exakt rechtwinklig sind. Der kleinste Wert ist maßgeblich.
- Luft abziehen – bei einer Nische zwei bis drei Millimeter pro Seite, sonst passt die Platte im Zweifel nicht hinein.
- Maße eintragen – Breite von 300 bis 1500 mm, Länge von 300 bis 3000 mm, jeder Millimeterwert dazwischen ist möglich.
- Werte gegenlesen – ein Zahlendreher fällt später niemandem mehr auf, und die Platte lässt sich nicht mehr ändern.
Warum bei ESG alles vorher feststehen muss
Einscheibensicherheitsglas entsteht in zwei Schritten. Zuerst wird die Scheibe zugeschnitten, gesäumt und – falls nötig – gebohrt. Danach läuft sie durch einen Ofen, wird auf über 600 Grad erhitzt und mit kalter Luft schlagartig abgekühlt. Dabei zieht sich die Oberfläche zusammen, während der Kern noch warm ist. Es entsteht eine dauerhafte Spannung zwischen Außenhaut und Innenleben, und genau die macht ESG so belastbar.
Diese Spannung ist auch der Grund, warum später nichts mehr geht. Ein Schnitt, eine Bohrung, ein abgeschlagener Kantensplitter – sobald die Oberfläche verletzt wird, löst sich die Spannung im Bruchteil einer Sekunde und die ganze Scheibe zerfällt in tausende Krümel. Das ist kein Materialfehler, sondern das Prinzip dahinter. Für dich heißt das schlicht: Maße doppelt prüfen, bevor du bestellst.
Polierte Kanten und was sie bedeuten
Jede Platte wird rundum poliert geliefert. Das ist mehr als Kosmetik: Eine rohe Schnittkante hat mikroskopisch feine Ausbrüche, an denen Spannungen ansetzen. Beim Säumen wird die scharfe Kante gebrochen, beim Polieren anschließend glatt und glänzend geschliffen. Erst danach geht die Scheibe in den Vorspannofen, weil sich Kantenschäden sonst beim Erhitzen zeigen würden.
Für dich hat das zwei praktische Folgen. Erstens lässt sich die Platte ohne Handschuhe anfassen, es gibt keine schneidenden Kanten. Zweitens ist die Kante sichtbar und darf sichtbar bleiben – bei freistehenden Tischplatten und Regalböden gehört sie zum Erscheinungsbild. Die Ecken werden ebenfalls gesäumt, sodass keine spitzen Punkte stehen bleiben.
6, 8 oder 10 mm – wonach du entscheidest
Die Frage ist nicht, welche Stärke besser ist, sondern wie die Platte belastet wird. Liegt sie vollflächig auf oder hängt sie an einer Wand, reichen 6 mm in praktisch jedem Fall und du sparst Gewicht. Überbrückt sie eine Strecke, entscheidet die Spannweite: bis etwa 60 cm sind 6 mm in Ordnung, darüber wird es dünn.
Kommt Gewicht dazu – Bücher, Geschirr, ein Fernseher, Ellenbogen auf der Tischkante – gehst du auf 8 mm. Und wenn die Platte frei tragend über einen Meter spannt oder als Esstisch dient, sind 10 mm die richtige Wahl. Der Preis steigt mit der Fläche, nicht sprunghaft mit der Stärke.
Transport, Auflage und Handhabung
Glas wird immer stehend transportiert und gelagert, nie flach übereinander. Flach liegende Scheiben biegen sich unter dem eigenen Gewicht durch und nehmen Punktbelastungen aus Krümeln oder Werkzeug direkt auf. Beim Tragen fasst du die Platte an den Kanten und trägst sie hochkant, das ist stabiler und lässt sich besser kontrollieren.
Beim Auflegen gehört zwischen Glas und Untergrund immer eine weiche Schicht: Filzgleiter, Gummipuffer, Silikonpads oder eine Auflagematte. Direkter Kontakt zwischen Glas und Metall oder Stein erzeugt Punktlasten, an denen die Scheibe über Monate arbeitet. Die Auflage sollte gleichmäßig verteilt sein und die Kanten nicht überstehen lassen, damit kein Hebel entsteht.
Alle neun Varianten im Überblick
Den Zuschnitt gibt es in drei Glasarten und jeweils drei Stärken. Maße, Toleranz, Kantenbearbeitung und Fertigung sind bei allen neun identisch – du wählst nur nach Optik und nach der Belastung, die die Platte tragen soll.
| Variante | Optik | Stärke | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Klarglas 6 mm | klares, transparentes Floatglas | 6 mm | ca. 15 kg/m² |
| Klarglas 8 mm | klares, transparentes Floatglas | 8 mm | ca. 20 kg/m² |
| Klarglas 10 mm | klares, transparentes Floatglas | 10 mm | ca. 25 kg/m² |
| Satiniert 6 mm | einseitig satiniert, matt und blickdicht | 6 mm | ca. 15 kg/m² |
| Satiniert 8 mm | einseitig satiniert, matt und blickdicht | 8 mm | ca. 20 kg/m² |
| Satiniert 10 mm | einseitig satiniert, matt und blickdicht | 10 mm | ca. 25 kg/m² |
| Parsol Grau 6 mm | grau durchgefärbt, transparent getönt | 6 mm | ca. 15 kg/m² |
| Parsol Grau 8 mm | grau durchgefärbt, transparent getönt | 8 mm | ca. 20 kg/m² |
| Parsol Grau 10 mm | grau durchgefärbt, transparent getönt | 10 mm | ca. 25 kg/m² |
Brauchst du statt einer Platte ein ganzes Türblatt, findest du das bei den Ganzglastüren und den Glasschiebetüren. Für runde oder anders geformte Zuschnitte sowie für Bohrungen und Ausschnitte schreib uns kurz an, das läuft außerhalb des Konfigurators.
Kennzeichnung, Versand und Widerrufsrecht
Einscheibensicherheitsglas ist nach Norm kennzeichnungspflichtig, jede Scheibe trägt daher ein eingebranntes Zeichen in einer Ecke. Wenn dich das stört, kannst du bei der Bestellung anmerken, dass die Kennzeichnung entfallen soll. Die Platte wird dann mit identischen technischen Eigenschaften geliefert, nur ohne Aufdruck.
Der Versand läuft versichert auf einem Glasgestell. Kontrolliere die Scheibe bitte direkt bei der Übergabe und vermerke sichtbare Schäden auf dem Frachtbrief, bevor du unterschreibst – ohne diesen Vermerk wird eine spätere Reklamation schwierig. Weil jede Platte nach deinen Maßen gefertigt wird, handelt es sich um eine Anfertigung nach Kundenspezifikation. Das gesetzliche Widerrufsrecht ist bei solchen Waren ausgeschlossen, deshalb musst du das im Bestellvorgang aktiv bestätigen.
Häufige Fragen zum Glaszuschnitt
Reichen 6 mm für eine Tischplatte?
Nur bei kleinen Formaten mit durchgehender Unterkonstruktion, etwa einem Beistelltisch. Für einen Ess- oder Schreibtisch nimmst du 8 oder 10 mm.
Eignet sich 6 mm Klarglas als Küchenrückwand?
Sehr gut. Die Platte liegt vollflächig an der Wand, trägt also nichts. 6 mm sind hier die übliche Stärke, das geringere Gewicht erleichtert zusätzlich die Montage.
Sieht man den grünen Farbstich?
An der Kante ja, in der Fläche kaum. Bei 6 mm ist der Effekt am geringsten, weil das Licht den kürzesten Weg durch das Glas nimmt.
Wie berechnet sich der Preis?
Nach der Fläche, die sich aus deinen beiden Maßen ergibt. Sobald Breite und Länge eingetragen sind, steht der Endpreis über dem Warenkorb-Button. Es gibt keine Nachberechnung und keinen Angebotsprozess.
Welche Maße sind möglich?
Die Breite liegt zwischen 300 und 1500 mm, die Länge zwischen 300 und 3000 mm. Innerhalb dieser Grenzen ist jedes Millimetermaß bestellbar. Kleinere Formate lassen sich in der Serienfertigung nicht sicher vorspannen.
Wie genau wird zugeschnitten?
Die Fertigungstoleranz beträgt ± 2 mm. Plane bei Nischen und festen Kanten entsprechend Luft ein, sonst passt die Platte im Zweifel nicht.
Kann ich die Platte später bohren oder kürzen?
Nein. Nach dem Vorspannen zerstört jede Bearbeitung die Scheibe. Bohrungen und Ausschnitte müssen vor der Fertigung feststehen und sind im Standardzuschnitt nicht enthalten – frag sie bitte vorab an.
Sind die Kanten scharf?
Nein. Alle vier Kanten werden rundum poliert und die Ecken gesäumt. Die Platte lässt sich ohne Handschuhe anfassen, an der Kante entlangstreifen solltest du trotzdem nicht.
Ist die Platte für Feuchträume geeignet?
Ja. Glas nimmt keine Feuchtigkeit auf, quillt nicht und schimmelt nicht. Bad, Dusche und Küche sind unproblematisch, in der Dusche solltest du nur auf eine saubere Silikonfuge zum Untergrund achten.
Wie reinige ich die Platte?
Mit klarem Wasser und einem weichen Tuch, bei Fett mit etwas Spülmittel. Scheuermittel, Stahlwolle und Klingenschaber hinterlassen feine Kratzer und bleiben im Streiflicht sichtbar. Kalk löst verdünnter Haushaltsessig.
Kann ich die Platte zurückgeben, wenn ich mich beim Maß vertan habe?
Leider nein. Jede Scheibe wird nach deinen Angaben gefertigt, damit ist das gesetzliche Widerrufsrecht ausgeschlossen. Deshalb im Zweifel lieber einmal mehr nachmessen als einmal zu wenig.
Trägt ESG mehr als normales Glas?
Deutlich mehr. Durch das Vorspannen hält ESG etwa das Fünffache an Biegezugspannung aus und übersteht Temperaturunterschiede von rund 200 Kelvin. Im Bruchfall zerfällt es in stumpfe Krümel statt in scharfe Splitter.






